Wahr oder falsch? 5 Mythen über E-Autos, die du kennen solltest


August 18, 2021
Elektroautos kommen nicht weit und sind nicht umweltfreundlicher als Verbrenner? Wir machen Schluss mit Halbwahrheiten!

E-Auto-Mythen: Es kursieren noch immer viele Halbwahrheiten rund um Elektroautos. Die meisten davon stammen aus einer Zeit, in der Elektromobilität noch in den Kinderschuhen steckte.

Höchste Zeit für einen Faktencheck! Welche E-Auto-Mythen sind längst überholt und in welchen steckt doch ein wahrer Kern?

#1 E-Auto-Mythen: Elektroautos haben eine schlechtere CO2-Bilanz

Falsch. Elektroautos haben auf den gesamten Lebenszyklus betrachtet hier längst ganz klar die Nase vorn. Lediglich die CO2-Bilanz in der Herstellung fällt neben der von Verbrennern bislang noch schlechter aus. Doch das haben E-Autos nach spätestens 30.000 km wieder reingefahren, wie repräsentative Studien zeigen.

Warum hält sich die CO2-Debatte unter den E-Auto-Mythen trotzdem so hartnäckig?

Die Kritik entstand in erster Linie durch die hitzige Debatte um die Herstellung der Batterien, bei der tatsächlich relativ große Mengen an CO2-Äquivalent anfallen. Überholte Modellannahmen in wissenschaftlichen Publikationen, unter anderem auch in einer viel kritisierten Veröffentlichung des Ifo-Instituts von 2019, befeuerten die Diskussionen um die negative CO2-Bilanz der Akkumulatoren zusätzlich.

Doch heute sind sich alle einig, auch ehemalige Kritiker: Auf den gesamten Lebenszyklus betrachtet bekommen E-Autos in Sachen CO2-Ausstoß einstimmig grünes Licht. Sie schneiden “mit einer deutlich positiveren Treibhausgasbilanz gegenüber konventionellen Pkw” sogar besser ab, heißt es auch in einer Ifo-Publikation von 2020.

Eine im Juli 2021 veröffentlichte Studie des ICCT (International Council on Clean Transportation) zeigt, dass ein europäisches Elektroauto der Kompaktklasse ganze zwei Drittel weniger CO2 ausstößt als ein äquivalenter Verbrenner. Und zwar zwischen 66 bis 69 Prozent.

Auch super: Die CO2-Bilanz wird durch energieeffizientere und auf erneuerbare Energiequellen fokussierte Herstellungsverfahren weiter sinken.

Wie schneidet das Tesla Model 3 der ELOOP-Flotte in der CO2-Debatte ab? 

Die Technische Universität Eindhoven verglich 2020 den CO2-Ausstoß eines Tesla Model 3 mit dem eines Mercedes C 220 d. Das Ergebnis: Mit 91 Gramm CO2-Äquivalent pro Kilometer verursacht der Tesla auf den gesamten Lebenszyklus gesehen 65 Prozent weniger CO2. 

Vorausgesetzt die Batterie muss nicht gewechselt werden, hat der Tesla  seinen anfänglichen Rückstand (wegen der hohen CO2-Belastung bei der Batterieproduktion) gegenüber der Mercedes-C-Klasse bereits nach 30.000 gefahrenen Kilometern wieder ausgeglichen.

Übrigens: ELOOPS Tesla werden mit 100% Ökostrom betrieben – das führt zusätzlich zu einer besseren CO2-Bilanz!

#2 E-Auto-Mythen: Es gibt zu wenige Ladestationen

Ein Klassiker unter den E-Auto-Mythen, in dem (noch) ein wahrer Kern steckt. Alleine in und um Wien gibt es aber bereits über 1.900 Ladestationen – täglich werden es mehr. In Österreich stehen insgesamt über 5.000 Ladestationen für Elektroautos zur Verfügung, am besten ist das Netz in Niederösterreich ausgebaut.

Insgesamt besteht aber kein Zweifel, dass in Sachen Ladeinfrastruktur in Europa noch viel zu tun ist. Deshalb kommen täglich unzählige Ladepunkte für E-Autos hinzu. Der rasante Ausbau bekommt durch die steigende Anzahl an E-Autos auf den Straßen Aufschwung. Auch staatliche Förderungen von Elektromobilität spielen eine entscheidende Rolle für die Ausweitung der Ladeinfrastruktur. 

Supermärkte, Parkhäuser, Gastronomiebetriebe und Hotels, die bisher noch keine Lademöglichkeit für ihre Kunden bereitgestellt haben, werden in naher Zukunft aufstocken. Auch Unternehmen sind sich ihrer Verantwortung mehr bewusst und stellen nach und nach Ladestationen für ihr Mitarbeiter bereit. 

Auch wenn noch viel Luft nach oben ist: Solange Ladestops bei langen Trips und im ländlichen Raum immer eingeplant werden, steht bereits jetzt entspanntem Fahren mit einem Elektroauto nichts im Weg.

Tesla Supercharger-Ladestationen in Österreich und Deutschland

Tesla-Fahrer können sich freuen: Auch die Hersteller ziehen beim Ausbau der Ladesäulen mit an, Tesla gilt hier als Pionier und hat mit seinen Superchargern die Nase ganz weit vorne. In Europa sind V2-Supercharger mit einer Leistung von 150kW am meisten verbreitet. Es kommen immer mehr Supercharger-Ladestationen hinzu – mit immer höheren Ladeleistungen. Seit Juli 2020 wird die Ladeinfrastruktur mit V3-Supercharger mit bis zu 250 kW auch in Europa aufgestockt.

In Österreich gibt es momentan 26 Supercharger-Ladestationen mit insgesamt ca. 200 Ladesäulen. In Deutschland existieren über 90 Supercharger-Standorte, im Juni 2021 wurde die 1.000 Ladesäule installiert (Stand: 07/2021). Eine Karte mit allen Tesla-Superchargern findest du hier.

#3 E-Auto-Mythen: Das Aufladen dauert viel zu lange

Jetzt mal im Ernst: Klar dauert es länger, einen Akku aufzuladen, als einfach nur fossilen Brennstoff in einen Tank zu fluten. Dass Zweiteres aber keine coole Aktion ist, von der wir unseren Enkelkindern gerne erzählen werden, bedarf aber hoffentlich keiner Diskussion. Oder?

Wie lange die Ladezeit eines E-Autos in der Praxis ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Die beiden wichtigsten sind die maximale Ladeleistung der Ladestation und die Ladeleistung des Elektroautos selbst. Bei beiden Parametern gilt: Der jeweils niedrigere Wert ist der limitierende Faktor.

So schwankt die Dauer, bis ein E-Auto vollgeladen ist, derzeit zwischen 20 Minuten und mehreren Stunden. An einer einfachen AC-Säule liegt der Durchschnitt derzeit bei zwei bis vier Stunden. Wesentlich schneller geht es an einer DC-Schnellladesäule. Seit 2016 werden diese auch europaweit ausgebaut. Mit 150 kW, manchmal sogar bis zu 300 kW, sind schon nach wenigen Minuten bereits um die 100 km Reichweite drin. 

Allerdings können bislang nur die wenigsten Elektroautos die maximale Leistung der Ladesäulen ausschöpfen. Die Ladestation erkennt in diesem Fall die geringere Ladeleistung des E-Autos und drosselt die eigene entsprechend nach unten. Dieses Manko erübrigt sich mit E-Autos der Oberklasse, etwa einem Tesla.

Wie hoch ist die Ladeleistung bei einem Tesla von ELOOP?

Du kannst kaum innovativer unterwegs sein als mit einem Tesla, klar ist da auch Schnellladen an jeder Schnellladesäule möglich. Die Ladeleistung der Tesla Model 3 von ELOOP beträgt zum Beispiel bis zu 225 kW.

Das bedeutet: Mit einem Supercharger beträgt die Ladedauer 45 Min (10%-90% Reichweite), mit CCS 50 kW ist der Tesla in eineinhalb Stunden wieder voll geladen, bei einem Anschluss mit 11 kW kommst du nach 4,5 Stunden wieder auf die volle Reichweite. Eine Anleitung und Tipps zum Laden deines Teslas von ELOOP findest du hier.

Tesla-Supercharger: Bis zu 120 km Reichweite in nur fünf Minuten

Bereits 2012 wurden die ersten Supercharger von Tesla erprobt. Heute ist die Technik bereits so ausgereift, dass die neueste Generation, die Supercharger V3, auf eine Spitzenleistung von 250 kW kommen. Das Tesla Model 3 mit der großen Batterie kann so in nur fünf Minuten auf 120 km Reichweite nachgeladen werden.

Tendenz steigend: Elon Musk twitterte im Juli 2021, dass das Supercharger-Netzwerk ein Upgrade bis 300 kW bekommt und sprach auch schon von einer V4-Supercharger-Generation mit bis zu 350 kW. 

Mit den immer leistungsstärkeren Technologien ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Thema Ladedauer unter den E-Auto-Mythen von selbst verschwindet.

#4 E-Auto-Mythen: Elektroautos haben eine zu geringe Reichweite

Eins vornweg: Verbrenner verfügen (noch) über eine höhere Reichweite als Elektroautos. Der limitierende Faktor in der Reichweite von E-Autos liegt in der Batterie. Diese werden immer leistungsfähiger – bei gleichbleibendem Bauraum. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis der elektrische Antrieb den Verbrennungsmotor auch in Sachen Reichweite schlägt.

Welche Reichweite nun für Elektroautos als gering eingeschätzt wird, ist subjektiv. Die meisten Fahrer erwarten von einem Auto jedenfalls eine höhere Reichweite, als sie im Alltag tatsächlich brauchen würden. Eine Analyse des VCÖ zum Thema E-Mobilität zeigt zum Beispiel, dass 94% aller Autofahrten der österreichischen Bevölkerung unter 50 km lang sind. 

Da 400 km bei vielen Elektroautos bereits zum Standard gehören, dürfte das Reichweiten-Problem bei Elektroautos zumindest für die alltägliche Nutzung kein berechtigter Diskussionspunkt sein.

Wie hoch ist die Reichweite von ELOOPS Tesla?

Mit einem voll geladenen Tesla Model 3 von ELOOP kommst du auf eine Reichweite von 420 km. Von Wien reicht das ohne Stop zum Beispiel für einen spontanen Trip bis nach Zagreb, Ljubjana, Prag oder Budapest.

Mit nur einer Ladepause kommst du von Wien zum Beispiel entspannt bis nach Berlin, Frankfurt, München, Zürich, Venedig, Sarajevo, Belgrad, Warschau oder Krakau. Lust auf einen Wochenendtrip? Registriere dich jetzt und buche deinen ersten Trip!

#5 E-Auto-Mythen: Elektroautos bringen weniger Fahrspaß

Schon mal mit einem Tesla Model 3 von ELOOP gefahren? 🙂 🙂 🙂 🙂 

Quellen: 

„Faktencheck E-Mobilität Update 2018“: Was das Elektroauto wirklich bringt. Antworten auf die 10 wichtigsten Fragen zur E-Mobilität. Update 2018. Herausgegeben vom VCÖ – Mobilität mit Zukunft und Klima- und Energiefonds, 2., aktualisierte Auflage Wien, Jänner 2018. https://faktencheck-energiewende.at/wp-content/uploads/sites/4/FC_Mob18_gross_Web.pdf (zuletzt abgerufen am 09.08.2021).

Bieker, G.: A global comparison of the life-cycle greenhouse gas emissions of combustion engine and electric passenger cars. ICCT – The International Council on Clean Transportation. Published: 20.07.2021 https://theicct.org/publications/global-LCA-passenger-cars-jul2021 (zuletzt abgerufen am 09.08.2021).

Buchal, C. Et al. (2019): Kohlemotoren, Windmotoren und Dieselmotoren: Was zeigt die CO2-Bilanz? In: IfO-Schnelldienst 72 (8), S. 40–54. https://www.ifo.de/DocDL/sd-2019-08-2019-04-25.pdf (zuletzt abgerufen am 09.08.2021).

Hoekstra, A. et al. (2020): Comparing the lifetime green house gas emissions of elec- tric cars with the emissions of cars using gaso- line or diesel. TU/e Eindhoven University of Technology. https://www.oli- ver-krischer.eu/ wp-content/uploads/2020/08/English_Stu- die.pdf (zuletzt abgerufen am 09.08.2021).

Hou, L.: Ökobilanz:Treibhausgasemissionen (CO2) von E-Auto –  BeiQi E150EV vs. Benzin-Auto BeiQi E150 mit Fokus auf China. Masterarbeit zur Erlangung des akademischen Grades Master of Science in Engineering (MSc) an der Fachhochschule FH Campus Wien, eingereicht am 16.08.2019. https://bit.ly/3BLgthJ (zuletzt abgerufen am 09.08.2021).

Thielmann, A. Et al.: Batterien für Elektroautos: Faktencheck und Handlungsbedarf, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Karlsruhe, Januar 2020https://bit.ly/3yRJiHs (zuletzt abgerufen am 09.08.2021).

Online-Informationen von wienenergie.at: E-Ladestation-Finder (zuletzt abgerufen am 07.09.2021.)


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